Transportwesen in Albanien

Einer der wichtigen Sektoren in der albanischen Wirtschaft ist der Transport, der  aus vier Branchen besteht:

  • dem Straßentransport,
  • dem Eisenbahntransport,
  • dem Seetransport und
  • dem Lufttransport,

wo der  Straßentransport das Hauptgewicht trägt.

Wenn  wir einen historischen Überblick  machen, ergibt sich, dass es im Jahr 1945,  direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Albanien nur 2800 km Straßen gab, von denen nur 400 km asphaltiert waren. Nach 1990, als das kommunistische Regime in Albanien gestürzt wurde und für die Marktwirtschaft neue Entwicklungschancen entstanden sind, hat man als eine  Notwendigkeit gesehen, das Straßennetz auszubauen und zu modernisieren. Dies wurde auch von der Tatsache diktiert, dass das neue pluralistische System die Einfuhr von Privatfahrzeugen erlaubte. In 45 Jahren der kommunistischen Herrschaft waren private Fahrzeuge verboten. In dieser Zeit gab es  in Albanien  7450 km Straßen, von denen 2850 km asphaltierte Straßen waren.

Ab 1993 begann die Verbesserung des Straßennetzes.  Mit Priorität hat man die Arbeit für drei wichtige Straßenachsen, die mit der finanziellen Unterstützung der EU und der europäischen Partner gebaut wurden:

  • der West-Ost-Korridor von Durres-Tirana-Elbasan bis nach Korça und an der griechisch-albanischen Grenze in Kapshtica.
  • Der Nord-Süd-Korridor
  • die Straße von der Hafenstadt Durres bis zum Grenzübergang an Kosovo, welcher Albanien mit dem Kosovo verbindet. Diese Straße wird oft auch als  die „Straße der Nation“ bezeichnet.

Das nationale Straßennetz  erfasst heute 3720 km, von denen 1200 km Hauptstraßen und 2100 km Nebenstraßen sind. alle diese Straßen sind nach dem internationalen Standard gebaut – so heißt es in einer Information des Generaldirektoriums für  den Straßenbau in Tirana. Darüber hinaus gibt es noch ca. 16 000 km ländliche Straßen, die  verschiedene Dörfer und Kommunen mit  den Hauptstraßen verbinden.

In Albanien gibt es heute über 450 000 Fahrzeige im Privatbesitz, ganz zu schweigen von den Lastfahrzeugen verschiedener Unternehmen oder  den Bußen im öffentlichen Verkehr.

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Das Eisenbahnnetz, das im  allgemeinen  Transportwesen in Albanien eine gewichtige Rolle spielen musste, hat heute 440 km Eisenbahn, die zum größten Teil stark beschädigt ist und alte Waggons und Lokomotiven hat, welche die Anspreche der Zeit nicht erfüllen können. Im Moment gibt es einige Projekte, doch noch im Papier sind, welche von der Wiederbelebung der Eisenbahn sprechen. Die albanische Regierung möchte nun  mit Priorität ein Projekt  realisieren, um ein Eisenbahn-Dreieck zwischen der Hauptstadt Tirana, dem internationalen Flughafen „Mutter Teresa“ bei Rinas und dem Hafen Durres zu bauen.

Trotz all dieser Schwierigkeiten bemühen sich die  Beschäftigten und  die Leitungskräfte im Eisenbahnsektor zu überleben. Nach einem Bericht des albanischen Institutes für Statistiken, INSTAT, beträgt das Gütervolumen, das  per Eisenbahn transportiert worden ist, bei 3,5 Mio. Tonnen pro km. Dieses Volumen ist  im April dieses Jahres gegenüber der gleichen Zeitspanne des Vorjahres um 93,7 Prozent gestiegen. Allein im ersten Quartal dieses Jahres wujchs dieses Volumen gegenüber dem Vorjahr um 102,8 Prozent.

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Albanien, liebe Hörerinnen und liebe Hörer, hat vier Häfen an der Adria und im Ionischen Meer, wo der Hafen Durres der größte in Albanien und einer der größten auf dem Balkan ist. Der Hafen Durres hat in den letzten Jahren große Veränderungen im positiven Sinne des Wortes erlebt. Dieser Hafen ist modernisiert und ausgebaut worden.

Das  Institut für Statistiken, INSTAT, unterstreicht in einem Bericht, dass das  Volumen der be- und entladenen Güter in den albanischen Häfen im April 2017 gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 2,6 Prozent verzeichnet und 394 000 Tonnen beträgt. Um 90,4 Prozent dieser Frachtvolumens werden im Hafen Durres realisiert.

Der Hafen Durres heißt auch als das Eingangstor für den Straßenkorridor VIII. Er hat eine Jahreskapazität von 4 Mio. Tonnen und wird auch von Kosovo und Mazedonien benutzt.

Im Hafen Durres gibt es auch ein modernes Terminal für Passagiere, das mit einer finanziellen Unterstützung der EU in Höhe von 22 Mio. Euro gebaut  worden ist. Durch die Seestraßen reisen viele Albaner, vor allem die albanischen Gastarbeiter nach Italien. Bis zum April  waren über 270.000 Personen, die  per Schiff reisten, oder um 18 Prozent mehr als in der gleichen Zeitspanne des vergangenen Jahres – so heißt es in einem Bericht von INSTAT.

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Der Lufttransport wird nur durch den internationalen Flughafen „Mutter Teresa“ in Rinas, der sich in einer strategisch wichtigen Lage befindet: 17 km entfernt von der Hauptstadt, 32 km entfernt von der Hafenstadt Durres und auf dem Kreuzweg nach Nord- und Nordostalbanien. In dieser Region haben wir auch die größte  Konzentration der Unternehmen.

Die Güterförderung per Luft betrug im April dieses Jahres 543 Tonnen oder  um 3,6 Prozent mehr als  in der gleichen Zeit des Vorjahres. Über den Flughafen Rinas fliegen  zahlreiche Fahrgäste in  allen  Richtungen bis nach Kanada und Australien. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden 6874 Flüge realisiert oder 6,5 Prozent  mehr als  im ersten Quartal 2016. Im ersten Quartal dieses Jahres sind ca. 670 000 Fluggäste registriert, die über den Flughafen Rinas in verschiedenen Richtungen geflogen sind – so heißt es in einer Information der  albanischen Statistiken-Behörde, INSTAT.

Der internationale Flughafen „Mutter Teresa“ wurde mit einer finanziellen Unterstützung aus Deutschland gebaut bzw. ausgebaut. Er ist zwar ein kleiner Flughafen, doch sehr modern und  erfüllt  alle internationalen Standartnormen.

Die albanische Regierung bemüht sich, noch zwei kleine Flughäfen für touristische Zwecke in Südalbanien und genau in Vlora und in Saranda zu bauen. Das Transportministerium sucht nun interessierte Unternehmen, die bereit sind, in VLora und Saranda zu investieren.

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