Albaniens Weg zur europäischen Integration

Die politischen Parteien in Albanien befinden sich im Höhepunkt des Wahlkampfes für das neue Parlament, das am 25. Juni gewählt wird. Von dieser Wahl  hängt auch der Integrationsprozess ab, ob er beschleunigt oder  verlangsamt wird. Wenn Albanien eine korrekte, freie und faire Wahl realisiert, deren Ergebnisse von allen  Seiten  angenommen werden,  werden wir die Chance haben, in diesem Herbst oder im kommenden Frühling die Beitrittsverhandlungen zu eröffnen. Der Weg zur EU ist keine touristische Reise, sondern  ein Weg mit zahlreichen Herausforderungen, doch er ist der beste Weg für Albanien und die Albaner – so hat der  albanische Regierungschef, Edi Rama erklärt.

Dies bekräftigte auch der  albanische Außenminister, Ditmir Bushati vor einigen Tagen in Berlin,  als er auf  dem 8. Treffen der Außenminister der  Südosteuropäischen Länder unter anderem erklärte, dass „die jüngsten Entwicklungen im Land uns  für die Schaffung der günstigen  Bedingungen optimistischer machen, damit Albanien im Jahr 2017 grünes Licht  von den EU-Mitgliedsländern bekommt,  die Beitrittsverhandlungen mit der EU zu eröffnen“.

Der Integrationsprozess ist ein komplexer Prozess und verlangt das  Engagement aller  politischen Akteure und der Staatseinrichtungen, um die erforderlichen Reformen vorzubereiten, zu verabschieden und anzuwenden, die  Infrastruktur zu modernisieren, die Menschenrechte und Freiheiten zu achten, Freundschaftsbeziehungen der Zusammenarbeit mit den Nachbarländern und den EU-Mitgliedsländern zu pflegen.

Die albanische Regierung  hat schon erklärt, dass wir keine Probleme mit unseren Nachbarländern haben möchten. Die  regionale Zusammenarbeit ist für uns wichtig und Albanien sieht die  regionale  Zusammenarbeit als eine Vorstufe zur  europäischen Integration.

In diesem Sinne arbeitet  unser Land mit den  Ländern  unserer Region, insbesondere mit den Westbalkanländern  bilateral und multilateral eng zusammen. Denn diese Länder haben ein gemeinsames Ziel, eine gemeinsame Zukunft.

Die Westbalkanstaaten haben eine europäische Zukunft – so haben die hohen Vertreter in Brüssel, wie  die EU-Beauftragte für Außenpolitik und Sicherheit, Frau Federica Mogherini und der EU-Erweiterungskommissar, Johannes Hahn,  hervorgehoben, aber auch die  deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel, die auch die  Initiatorin des Berliner Prozesses für die Westbalkanstaaten ist.

Frau Merkel  erklärte vor wenigen Tagen erneut, dass  der Balkan  aktiviert werden muss. Die  deutsche Bundesregierung hat sogar vorgeschlagen, für die Westbalkanländer einen so genannten Marschall Plan vorzubereiten, der von der EU finanziert werden soll.

Und die Ministerpräsidenten treffen sich am 12. Juli in der italienischen Stadt Triest und diskutieren über  die regionalen Projekte, die  regionale Zusammenarbeit und die Koordination der  Integrationsanstrengungen.

Trotz eines heißen Wahlkampfes bereitet sich Albanien ernsthaft auf den Gipfel der Ministerpräsidenten der Westbalkanstaaten vor, der als ein neuer  Meilenstein auf dem Weg zur EU betrachtet wird.

 

 

 

 

 

 

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