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Albanien in einer Woche

Hallo, liebe Hörerinnen und liebe Hörer, herzlich willkommen zu unserem Programm. Ich wünsche Ihnen einen recht guten Empfang! Sie empfangen das deutsche Programm von Radio Tirana täglich von Montag bis Samstag auf unserer Internetseite www.rtsh.al, um…

Um 21 Uhr 30 bis 22 Uhr empfangen Sie unser Programm auch auf der Kurzwellenfrequenz 3985 kHz. Alle Angaben nach mitteleuropäischer Zeit!

Signal

Die gerade abgeschlossene Woche zeichnete sich durch einige wichtige Ereignisse wirtschaftlichen, politischen und diplomatischen Charakters aus, wobei die Debatte über den Staatshaushalt für das Jahr 2018 im Mittelpunkt der Politik und der Öffentlichkeit stand. Nach einer langen Debatte mit Beschuldigungen und Gegenbeschuldigungen zwischen der sozialistischen Regierungsmehrheit und der demokratischen Opposition hat die Regierungsmehrheit den neuen Staatshaushalt für das Jahr 2018 mit  75 Stimmen  pro und 46 dagegen verabschiedet.

Der sozialistische Regierungschef, Edi Rama erklärte vor den Abgeordneten, dass „die Regierung im Parlament ein Dokument von besonderer Bedeutung vorgestellt hat, das  sich vorwiegend auf  die Rechtstaatlichkeit, die Beschäftigung und den Wohlstand der Bürgerinnen und Bürger konzentriert.

Das Exportvolumen erhöhte sich in den ersten 8 Monaten dieses Jahres um ca. 13 Prozent; das Importvolumen hingegen  um 6,3 Prozent.

Die öffentlichen Investitionen sind in der ersten Jahreshälfte um 13 Prozent gewachsen; die direkten ausländischen Investitionen wuchsen im ersten Quartal dieses  Jahres um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr – erklärte der Regierungschef, Rama.

Herr Rama sprach von einer erneuten Erhöhung der  Arbeitsbeschäftigung in der ersten Jahreshälfte um 3,1 Prozent, während die  Zoll- und Steuereinnahmen  um etwa 7 Prozent gewachsen sind. Die Einnahmen durch die Versicherungsbeiträge sind gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent gewachsen.

Gestützt auf die Prognosen der albanischen Nationalbank, des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank wird ein Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 zwischen 33,9 und 4 Prozent erwartet; die Einnahmen im Staatshaushalt sollen im Jahr 2018 um 28,1 Prozent des Bruttosozialproduktes betragen – erklärte der albanische Regierungschef, Rama im albanischen Parlament.

Neben den höheren öffentlichen Investitionen möchte die Regierung auch die öffentlichen Schulden  um 2,5 Prozent sinken.

Sichtbare Investitionen hat die Regierung auch für die Verbesserung der Infrastruktur vorgesehen.  die öffentlichen Investitionen  betragen 86 Mrd. Lek und dafür werden 11 Straßensegmente gebaut bzw. ausgebaut. Es sind um 42 Prozent mehr als im Jahr  2017, mit dem Ziel, die albanischen Straßen auf den Standard europäischer Straßen zu bringen.

Unsere Ambition – so der Regierungschef Rama,  ist es, in den kommenden vier Jahren alle nationalen Straßen des Landes den Sicherheitsstandard der EU-Länder zu erreichen. Durch diese Investitionen werden wir nicht nur das Straßennetz deutlich verbessern, sondern auch  neue Arbeitsplätze schaffen.

Der  neue Staatshaushalt für das Jahr 2018 sieht  sichtbare Investitionen  im Schulwesen und im Gesundheitswesen vor:

  • Das Budget für das Schulwesen ist um 10 Prozent größer als im Vorjahr; für das Gesundheitswesen beträgt das neue Budget 5 Prozent.
  • Für die Infrastruktur werden um 42% mehr Fonds investiert als im Vorjahr; es sind ca. 400 Mio. Euro, die für die Verbesserung der Straßeninfrastruktur und für  die Trinkwasserversorgung investiert werden.
  • Die Landwirtschaft wird mit einem neuen Investitionspaket  von 15 Prozent mehr als in diesem Jahr unterstützt – erklärte der albanische Regierungschef, Edi Rama im albanischen Parlament.

Signal

Die  wirtschaftliche Diplomatie ist ein Begriff, der  in den letzten Monaten  mehrmals wiederholt worden ist. Die albanische Regierung hat von den albanischen Botschaften und Vertretungen im Ausland gefordert, mehr für ausländische Investitionen zu arbeiten, die in der albanischen Wirtschaft getätigt werden sollen. Dies haben am vergangenen Wochenende erneut der  Staatspräsident, Ilir Meta und  der Regierungschef, Edi Rama gefordert, die darüber mit albanischen Botschaftern gesprochen haben.

Der albanische Staatspräsident, Ilir Meta hat  an einer Konferenz mit den albanischen Botschaftern zum Thema „Die wirtschaftliche Diplomatie“ in Tirana teilgenommen und sprach von  einigen wichtigen Fragen der Diplomatie und  ihrer Rolle zur Erfüllung unserer  außenpolitischen Ziele. Wir  sollen dafür arbeiten, unsere Außenpolitik  als Faktor der Stabilität in der Region zu festigen. Hiermit können wir unseren größten Beitrag im Interesse aller strategischen Partner, sowohl als NATO-Vollmitglied, als auch zur Stärkung der Sicherheit in unserer Region leisten.

Herr Meta sprach auch von der Bedeutung der Zusammenarbeit, nicht nur mit den Nachbarländern und den Ländern unserer Region, sondern  auch mit  allen demokratischen Ländern der Welt, um unsere Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen, mehr  ausländische Investitionen für unsere Wirtschaft zu gewinnen.

Herr Meta sprach auch über das größte nationale Ziel, die EU-Mitgliedschaft; wir werden unsere großen Anstrengungen unternehmen, um einen nachhaltigen Fortschritt bei der Erfüllung von 5 Prioritäten zu demonstrieren, indem wir die Justizreform  entschlossen anwenden werden. Doch wir brauchen auf diesem Weg  mehr Unterstützung von unseren ausländischen Partnern und allen EU-Mitgliedsstaaten.

Die wirtschaftliche Diplomatie ist sehr wichtig, doch für uns ist es notwendig, einen größeren Fortschritt zur Verbesserung des Business-Klimas zu machen, um  große und glaubwürdige Investoren für einige wichtige Projekte zu gewinnen.

Der Staatspräsident Meta sprach auch von der Rolle der Diaspora. Im  neuen Regierungskabinett haben wir zum ersten Mal auch einen Staatssekretär, der dafür arbeitet,  das Potential der Albaner im Ausland für die schnelle Entwicklung des Landes auszunutzen. Die  Albaner im Ausland sind ein großes Potential, das wir  gut gebrauchen – erklärte der  Staatspräsident Meta auf einem Treffen mit albanischen Botschaften in Tirana.

Herr Meta beendete seine Rede vor den  albanischen Botschaftern mit einem Zitat der weltberühmten Albanerin und Nobelpreisträgerin, der heiligen Mutter Theresa: Jeder von Euch kann etwas Kleines mit einer  großen Liebe für unser gemeinsames Land tun“.

Auch der  albanische Regierungschef, Edi Rama traf sich mit den albanischen Botschaftern und sprach mit ihnen über die wachsende Rolle der Wirtschaftsdiplomatie in  der globalisierten Welt.

 Das, liebe Hörerinnen und liebe Hörer, war unsere Sendereihe „Albanien in einer Woche“, geschrieben und gesprochen von Astrit Ibro.

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