Die Fischereiwirtschaft – ein wichtiger Sektor der albanischen Wirtschaft

Die Fischereiwirtschaft ist ein wichtiger Sektor der albanischen Wirtschaft, die zur guten Ernährung der Albaner und zum albanischen Export beiträgt.

Albanien hat ein reiches Potential von Meeren, Seen und Flüssen. Im Mittelmeer (und ich meine damit auch das Ionische Meer und die Adria)  wachsen  zahlreiche schmackhafte Fischarten. Bekannte und schmackhafte Fischsorten gibt es auch in den albanischen Seen, wie im Shkodra-See oder im Ohrid-See, wie der Karpfen oder der Koran, eine Art Lachsforelle. Ferner wachsen zahlreiche Süßwasserfische auch bei den albanischen  Flüssen und Wasserreservoiren und Stauseen.

Die Fischereiwirtschaft ist in Albanien sehr alt. Gestützt auf  archäologische und historiographische Daten war die Fischerei im Altertum auf die Seen von  Shkodra, Prespa und Ohrid, auf die Glätscher-Seen und Lagunen von Narta und Butrint konzentriert.

Erst nach den 20-er Jahren des  letzten Jahrhunderts und  insbesondere in der  Zeit des Königsreiches gab es in  Albanien Informationen über die Fischereiwirtschaft in unserem Land. Sie war in Durres, Vlora, Lezha, Himara und Saranda konzentriert und  die Fischereiflotte war primitiv und bestand aus  Ruderbooten. Erst 1947 wurde die erste Kooperative der Fischer in Durres gegründet. Dann gab es  Fischervereine auch in Narta, Shengjin, Shkodra, Himara und Prespa.

Die Aquakulturer wirtschaftet gegenwärtig in Albanien ca. 50 Mio. US-Dollar; ca. 30 Mio. US-Dollar kommen aus der Fischereiwirtschaft  im Meer; 8 Mio. US-Dollar kommen aus Muscheln und Austern. Der Rest kommt aus den Binnengewässern – so heißt es  in einer Information des albanischen Ministeriums für Landwirtschaft. Neben der einheimischen Konsumtion werden jährlich über 550 Tonnen Fischsorten exportiert.

Anfang der 90-er Jahre erlebte die albanische Fischereiwirtschaft eine schwierige Zeit der Transition. Direkt danach haben  die Fischer 150 Fischkutten  aus Griechenland importiert Die Fischereiflotte ist heute in vier Häfen stationiert, nämlich in Saranda 34 Fischkutten, in Shengjin 41, Vlora 78 und  Durres 94 Schiffkutte.

Die albanischen Seen von Shkodra, Ohrid und Prespa mit einer Gesamtfläche von  95 000 Hektar bieten ein großes Potential an. Der Butrinti-See ist bekannt und geeignet für  die Muscheln- und Austernzucht

In allen diesen Seen und Flüssen wachsen eine Anzahl von Süßwasserfischen. Bekannt sind Karpfen, Forellen, Lachs und andere.

Von großer  wirtschaftlicher Bedeutung sind auch die Lagunen, wie die Lagune von Karavasta oder von Narta, wo unter anderem auch Aale wachsen. Die albanischen Lagunen besitzen eine Fläche von 10 000 Hektar, mit einer Jahresproduktion von  45 Doppelzentner.

Seit Mitte der 60-er Jahre  des vergangenen Jahrhunderts wachsen in albanischen Süßwassern, vor allem  bei den  Wasserreservoiren  auch chinesische Fischsorten.

In Albanien  sind einige Fischverarbeitungsfabriken errichtet, wie in Vlora und Lezha, die unter anderem  Sardinen-Dosen herstellen.

 

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