Die Wirtschaftsentwicklung in Albanien

Gemeinsam mit dem neuen Jahr 2018 hat auch die Anwendung des neuen  Staatshaushaltes für dieses  Jahr begonnen, der bezüglich des Wirtschaftswachstums sehr ambitiös ist und  ein Jahreswachstum von mehr als 4 Prozent vorsieht. Das albanische Institut für Statistiken, INSTAT, teilt mit, dass die albanische Wirtschaft in der Zeitspanne zwischen Juli und September 2017 um  3,55 Prozent gewachsen ist. Laut INSTAT haben Handel, Hotels, Restaurants und  Transportwesen den größten Beitrag dazu geleistet. In den ersten 9 Monaten des letzten Jahres  betrug das Wirtschaftswachstum 3,87 Prozent.

 Der Index der wirtschaftlichen  Empfindlichkeit wuchs um 1,8 Prozent im 3. Quartal 2017. Diese Entwicklung ist, laut einem Bericht der albanischen Nationalbank dem Vertrauen von Business und  Konsumenten an Wirtschaftentwicklung  zu verdanken. Die Bauwirtschaft ist der optimistische Sektor. Nach einer  Umfrage mit Konsumenten und Geschäftsleuten war die  Wirtschaftslage in der Zeitspanne zwischen  Juli und September  viel besser als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre – heißt es in einem Bericht der albanischen Nationalbank.

Dank diesem Vertrauen und der  Bekämpfung der informellen Wirtschaft  haben  die Albaner ihre Ersparnisse erhöht, welche dann in der Wirtschaft investiert werden. Die Ersparnisse der Finanzinstitute sind gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent  gewachsen und betragen heute 18,8 Mrd. Lek. Die Ersparnisse  der Albaner in Euro betrugen  Ende November 7,3 Mrd. Euro.

Zu den Prioritäten des neuen Staatshaushaltes gehört  der Bau der Straßeninfrastruktur nach dem europäischen  Standard. Das ist auch  die größte Priorität der albanischen Regierung für das Jahr 2018 – so heißt es in einer Information der albanischen Regierung.

Dutzende von strategischen  Projekten  über den Straßenbau werden von dem Staatshaushalt und dem nationalen Programm „ 1 Mrd. für den Wiederaufbau“ finanziert. Die Investitionen für die Infrastruktur sind  gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent gestiegen – erklärte der albanische Wirtschafts- und Finanzminister, Arben Ahmetaj.

Nach einer  Information des Ministeriums für Infrastruktur und Energiewirtschaft wird der  Staatshaushalt  4,1 Mrd. Lek  für  die neue  Ringstraße in  Tirana, 1,3 Mrd. Lek für die Straße  zwischen  Kruja-Ebene-Milot und Morini-Pass finanzieren. Darüber hinaus werden die Straßen zwischen Thana-Pass-Lin und Pogradec, zwischen Kardhiq und Delvina in Südalbanien fertig gebaut. Diese letztere ist  eine  wichtige Straße, vor allem  für die Entwicklung des Tourismus in Südwestalbanien. Ein anderes wichtiges Projekt, das mit dem Fond von 1 Mrd. für den Wiederaufbau gebaut werden soll, ist  die Arberi-Straße, die die Hauptstadt Tirana mit der ostalbanischen Region Dibra verbindet und die Distanz um 50 km kürzt.

Die Investitionen in der Straßeninfrastruktur tragen nicht nur zur schnellen Wirtschaftsentwicklung, sondern auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze  und  zur Verbesserung des sozialen Lebens bei. Dadurch werden neue Spielräume für die Entwicklung von Tourismus, Handel und  Landwirtschaft geschaffen.
Die Investitionen  in der Landwirtschaft sind eine andere Priorität der albanischen Regierung, weil in den ländlichen Regionen über 45 Prozent der albanischen Bevölkerung leben und weil die Landwirtschaft heute über 21 Prozent des Bruttosozialproduktes in unserem Land gibt.

Der albanische Landwirtschaftsminister, Niko Peleshi, erklärte dieser Tage, dass sich das  Schema  der Sozialhilfen für das Dorf verdoppeln wird. Nach einem Studium des Landwirtschaftsministeriums werden 15 landwirtschaftliche Kulturen von der Regierung mitfinanziert, um die Produktion und das Einnahmen der Bauern weiterhin zu erhöhen. Die albanische Regierung und die Weltbank finanzieren  ein Projekt über den Ausbau des Bewässerungsnetzes in Höhe von 90 Mio. Euro.

Eine weitere Maßnahme ist die Liberalisierung  des Strommarktes. Nach einer  Information des Ministeriums für Infrastruktur und Energiewirtschaft hat Albanien  die Liberalisierung dieses  Marktes schon begonnen und im Jahr 2018 wird diese Reform weiterhin  vertieft.

Der  Staatshaushalt für das Jahr 2018 vermittelt zwei Botschaften: ein  hohes Wirtschaftswachstum, was Wohlstand für  die Menschen schafft, und die Senkung der Schulden. Die albanische Regierung sieht für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent vor. Die Einnahmen im Staatshaushalt betragen in diesem  Jahr 464,2 Mrd. Lek und sind  um 6,3 Prozent mehr als im Jahr 2017 – erklärte der albanische Wirtschafts- und Finanzminister, Arben Ahmetaj. Die öffentlichen Schulden sollen in diesem Jahr um 2,5  Prozent sinken und das Niveau von 68,6 Prozent betragen. Das Haushaltsdefizit soll 2 Prozent des Bruttosozialproduktes ausmachen – so der Minister Ahmetaj.

Die albanische Regierung wird für Renten und Sozialhilfen 148,6 Mrd. Lek ausgeben. Bekanntlich gibt es in Albanien  ca. 620 000 Rentnerinnen und Rentner.

Gesundheitswesen ist ein anderer wichtiger Sektor, wo öffentliches Geld investiert wird. Der Staatshaushalt wird  in diesem Jahr für die Krankenhäuser, Medikamente und  Konzessionen 48,6 Mrd. Lek  ausgeben.

Ein anderer wichtiger Sektor ist das Schulwesen. Dafür gibt die Regierung im neuen  Staatshaushalt 41 Mrd. Lek aus – erklärte der albanische Wirtschafts- und Finanzminister, Arben Ahmetaj, für Radio Tirana.

 

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