Wirtschaftliche Realitäten

Wie wir auch in unseren Nachrichten berichtet haben, hat der  stellvertretende Geschäftsführer des Internationalen Währungsfonds, Tao Zhang am 12. und 13. Februar Albanien besucht. In Tirana führte Herr Zhang  intensive Gespräche mit  wichtigen albanischen Persönlichkeiten der Politik, der Wirtschaft und der Finanzen, wie dem Regierungschef, Edi Rama, dem Wirtschafts- und Finanzminister, Arben Ahmetaj und dem Gouverneur der Nationalbank Albaniens, Genti Sejko. Im Mittelpunkt dieser Gespräche stand die Zusammenarbeit zwischen Albanien und dem Internationalen Währungsfonds. Bekanntlich hatte  Albanien ein dreijähriges Abkommen der Zusammenarbeit mit dem IWF abgeschlossen und jetzt sieht die albanische Regierung  die Möglichkeit für die Fortsetzung dieser Zusammenarbeit in der Zukunft.

Der hohe IWF-Vertreter, Tao Zhang  erklärte für die albanischen Medien in Tirana, dass die albanische Wirtschaft in einem sehr guten Moment ist und dass das Programm der Zusammenarbeit mit der albanischen Regierung ein erfolgreiches Programm in der Einschätzung des IWF ist, indem er betonte, dass der Internationale Währungsfonds bereit ist, die albanische Regierung auch in Zukunft durch technische Beratung, sowie im Bereich  der Minimisierung des potentiellen Risiko zu unterstützen.

Der albanische Minister für Wirtschaft und Finanzen, Arben Ahmetaj, lobte die dreijährige Zusammenarbeit mit dem IWF und  erklärte auf einem Treffen mit Herrn Zhang, dass Albanien eine Reihe von tiefgreifenden Strukturreformen durchgeführt hat. Die Reform in der Energiewirtschaft ermöglichte die Reduzierung der Verluste im Netz. Die Reform im Rentensystem hat das Rentenschema stabilisiert und  wir hoffen, dass wir  im kommenden Jahrzehnt große Verbesserungen ernten werden. Die administrative Reform war ein wichtiger Schritt in der  territorialen Aufteilung des Landes. Von  374 Städten und  Gemeinden haben wir heute nur 61  territoriale Verwaltungseinheiten. Das neue Gesetz über die Finanzen der Kommunalverwaltung hat  inzwischen zu funktionieren begonnen. Dadurch ist die Transparenz über die Finanzmittel der Kommunalverwaltung deutlich gestiegen.

Herr Ahmetaj sprach auch über die wirtschaftlichen Aspekte und  betonte, dass  das Wirtschaftswachstum der albanischen Wirtschaft heute viermal größer ist als im Jahr 2013. In den  ersten 9 Monaten des Jahres 2017 hat unsere Wirtschaft ein Wachstum von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, während das Fiskus-System konsolidiert und die öffentlichen Schulden weiterhin gesunken sind erklärte der Minister Ahmetaj.

Auch der Gouverneur der albanischen Nationalbank, Gent Sejko würdigte die Beziehungen mit dem IWF und bezeichnete sie als sehr gut. Herr Sejko erklärte noch, dass  die Aufmerksamkeit der albanischen Nationalbank darauf konzentriert ist, die  Stabilität der Preise aufrechtzuerhalten.

Die albanische Regierung hat im  neuen Staatshaushalt für das Jahr 2018 die schnelle Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Gebiete als eine Priorität ihrer Arbeit gestellt, mit dem Ziel, den albanischen Bauern dabei zu helfen, ihre Produktion zu vergrößern und  sie dann auf  den Markt zu bringen. Durch neue Investitionen im Dorf werden  auch neue Arbeitsplätze geschaffen und die jungen Bauern brauchen nicht, in die Städte zu kommen, um unqualifizierte Arbeit zu machen.

Ein wichtiges Projekt der albanischen Regierung  ist das über 100 Dörfer, ein Pilotprojekt, das als Modell auch für die Entwicklung der anderen ländlichen Gebiete dienen kann. Das Programm  zielt darauf ab, den Agrotourismus zu fördern, Bauernfamilien zu helfen, ihre Wirtschaft zu erweitern.

Um diese Plattform zu entfalten,  besuchte der albanische Regierungschef, Edi Rama am Mittwoch die Landwirtschaftliche Universität Tirana, wo er mit Dozenten und Studenten gesprochen hat. Die albanischen Bauern werden mit Finanzmitteln der EU und der albanischen Regierung unterstützt, doch sie sollen konkurrenzfähige Projekte anbieten, um dieses Geld zu erhalten

Herr Rama forderte von  Dozenten und Studenten, sich  auf der  Seite der Bauernwirtschaft zu engagieren, die Bauern über die Finanzmöglichkeiten zu informieren und ihnen bei der  Vorbereitung der Projekte zu  helfen. Wenn wir sehen, wie die EU-Fonds für die Landwirtschaft ausgegeben werden, stellen wir fest, dass die größte Absorbierungskapazität die  fortgeschrittenen Länder haben, obwohl die  größten Bedürfnisse die kleinen, bedürftigen  Länder  haben. Deshalb möchten wir die  Wissenskapazität der Bauern stärken, die Bauern besser informieren und ihnen helfen erklärte der albanische Regierungschef Rama, der einen Tag zuvor in der Region Durres war, wo er wieder über die Probleme der Bauern gesprochen hat. Die Regierung wird die Bauern und Hirten helfen, ihre Produktion zu vergrößern; wir  verbessern auch die Infrastruktur, damit die Bauern ihre Produkte möglichst schnell auf den Markt bringen. Für jedes geborene Kleinvieh  bzw. Kalb werden wir 200 bis 500 Lek den Bauern geben erklärte der  albanische Landwirtschaftsminister, Niko Peleshi in Durres.

Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Sektor der albanischen Wirtschaft:  in den ländlichen Regionen leben und arbeiten über 45 Prozent der albanischen Bevölkerung, während die Landwirtschaft über 21 Prozent des Bruttosozialproduktes des Landes  gibt.

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