Antworten auf Hörerfragen

Ralf Urbanczyk aus Eisleben schreibt uns unter anderem:

„Ich würde mich freuen, wenn die im Programm „Albaniens Weg zur europäischen Integration“ vorhergesagten Beitrittsverhandlungen für die EU im Jahr 2018 endlich  Wirklichkeit würden“…

Lieber Ralf,

wie wir mehrmals erwähnt haben,  wird die  EU-Integration unseres Landes als eine Priorität der albanischen Politik und der albanischen Parteien gesehen. Auch die Albaner unterstützen dieses Ziel der albanischen Einrichtungen. Denn wir glauben, dass  der EU-Beitritt der beste Weg für die schnelle Entwicklung und die Festigung der demokratischen Einrichtungen ist. Gleichzeitig kann  die Präsenz in der EU auch dabei helfen,  die   alte Mentalität bei den Köpfen einiger Politiker zu verändern.

Albanien hat von der kommunistischen Vergangenheit eine marode  Infrastruktur und keine  Marktwirtschaft geerbt. Alles musste nach 1990 gebaut werden.  Allein und  isoliert waren wir viele Jahrzehnte und  die Menschen konnten nicht besser leben.

Wir hoffen, dass Albanien in der ersten Jahreshälfte  2018 die Einladung  für die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen bekommen wird. Und dann beginnt ein neues Kapitel mit neuen Anstrengungen, um den EU-Standard Schritt für Schritt zu erreichen. Hauptsache ist, dass der Wille da ist.

Natürlich kennen wir auch die Interessen der einzelnen Mitgliedsstaaten und dies darf nicht  ignoriert werden. Doch wenn wir  die EU-Standartnormen  erreicht haben,  haben wir erreicht, was für die Menschen und das Land gut ist.

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Gottfried Falk aus Neidlingen schreibt uns unter anderem:

„Heute will ich doch wieder  einmal schreiben. Mehr als  ein Monat ist vergangen, seit dem letzten Brief…

Was die Sendungen aus Tirana betrifft, gibt es gute und schlechte Nachrichten: Gut, dass  die Sendungen über das Internet zu hören sind; schlecht, dass ich über  Kurzwelle schon längere Zeit keinen Empfang habe, was schade ist.. In der Sendung  „Hervorragende Gestalten des albanischen Volkes“ wurde über Ismail Kadare berichtet. Das hat mir sehr gut gefallen. Diese Sendereihe gehört überhaupt zu meiner  Lieblingssendung, dazu noch „Wissenswertens über Albanien“, natürlich auch die  Mittwochsendung sowie  „Hörerfragen“… Ich empfange auch das  albanische Fernsehen. Da war ich überrascht, alles wurde erneuert, mehrere Sender und in HD… Besonders gefallen mir alte Filme. Gut  finde ich die veränderte Nachrichten-Gestaltung. Früher war der Hintergrund im Studio ja ziemlich bewegt“.

Lieber  Gottfried,

das kann ich gut verstehen. Die Kurz- oder Mittelwellensendungen  reizen uns. Das ist eine alte Gewohnheit von uns. Doch  das Internet bringt mehr Empfangsqualität. Das ist klar.

Wie Du ja weiß, haben wir  im Januar einen Contest zum 25. Jubiläum des deutschsprachigen Hörerklubs durchgeführt und daraus ergibt sich, dass  wir mit der Einführung  der Internet-Programme unsere Hörer nicht verloren haben. Umgekehrt. Ihre Zahl ist gestiegen und das freut uns sehr.

Ich habe inzwischen alle  Fragebögen und  Manuskripte von Werner Schubert erhalten und gestern aufmerksam gelesen.

Daran haben 72 Mitglieder des deutschsprachigen Hörerklubs von Radio Tirana aus  Deutschland, Österreich, aus der Schweiz,  Dänemark, Polen, Schweden und  Luxemburg teilgenommen

64 von Ihnen haben ausführliche Fragebogen über  die Beiträge  und Sendereihen geschrieben, die  sie gerne und am meisten hören.

  • Daraus ergibt sich, dass  fast alle Teilnehmer von diesem Contest  die Nachrichten von Radio Tirana hören. Von insgesamt 64  erfüllten Fragebogen waren nur 5 Hörer, die kein Interesse für Nachrichten  gezeigt haben.
  • Die beiden Sendereihen „Der Hörerbriefkasten“ von Mittwoch und „Antworten von Hörerfragen“ von Freitag werden am meisten gehört und das ist selbstverständlich, dass die Hörer gern hören möchten, ob ihre Post angekommen ist und ob  sie bei diesen beiden Sendereihen behandelt werden.
  • Wissenswertens über Albanien“ und „Albanien in einer Woche“ sind zwei weitere Sendereihen, die gern gehört werden.
  • Interesse gibt es auch für den albanischen Pressespiegel und die Sendereihe „Albaniens Weg zur europäischen Integration“.
  • Kunst und Kultur, sowie albanische Volksmusik nehmen in den Prioritäten unserer Hörerinnen und Hörer, einen gewichtigen Platz ein.
  • Daraus ergibt sich, dass die Hörer mehr Interesse für Informationen aus dem Kosovo, aus dem  Wetter in Albanien haben, als  für den Sport.
  • Herausragende Gestalten des albanischen Volkes wird gern gehört.
  • Kein großes Interesse gibt es für die albanische Wirtschaft und das Samstagsmosaik. Deshalb müssen wir die Information über  die Wirtschaftsentwicklung und  das Mosaik  besser gestalten und „verkaufen“.

Dieter Feltes aus Pyrbaum schreibt uns unter anderem:

“Die Zeit vergeht und der Kosova besteht als Staat schon 10 Jahre. Leider ist ein vollständiger Friede in der Region immer noch nicht eingetreten. Leider ist der Kosovo nicht von allen Ländern anerkannt worden. Eure Sendungen helfen mir ein Bild von dieser Region zu machen. Bei uns hat man seit einigen Jahren andere Sorgen”.

Lieber Dieter,

die  regionale Zusammenarbeit und die gute Nachbarschaft sind für uns sehr wichtig. Die neuen, demokratisch gewählten Politiker möchten unsere Region von einem „alten Pulverfass“ zu einer Region des Friedens und der Freundschaft machen. Diese Idee hat auch der Präsident der Europäischen Kommission, Juncker, bei seiner Rundreise durch die Westbalkanstaaten hervorgehoben. Auch  gestern in Sofia haben die Ministerpräsidenten der  Westbalkanstaaten über  eine enge Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte diskutiert. Das ist wichtig für die Menschen und  die Sicherheit in  einer  Region, wo es früher Krieg und Streit gab.

In diesem Sinne macht auch der jüngste Staat, Kosovo, große Anstrengungen,  die demokratischen Einrichtungen aufzubauen und zu festigen, die Infrastruktur  zu verbessern. International wird  Kosovo von 116 Staaten anerkannt.