Mitrush Kuteli – eine Persönlichkeit der albanischen Literatur

Dhimiter Pasko, bekannt unter dem Pseudonym Mitrush Kuteli, wurde am 13. September 1907 in der  südostalbanischen Stadt Pogradec, am Ohrid-See geboren. Seine  Kindheit verbrachte er in seiner Heimat, wo er auch die Volksschule absolvierte. Dann ging er nach Thesaloniki, wo Mitrush Kuteli auch das Gymnasium absolvierte. Direkt danach  studierte er in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.

Kuteli hat seine literarische Karriere mit der Veröffentlichung einiger Gedichte begonnen. Die ersten Gedichte und Erzählungen hat er in der Zeitung  „Neues Albanien“ veröffentlicht, welche mit der  Unterstützung der albanischen Gastarbeiter in Konstanz 1924 herausgegeben wurden.  Die Thematik seiner Erzählungen erfasst Probleme und Sorgen einfacher Menschen. Im Mittelpunkt steht der  albanische Bauer, der  in einer  anarschistischen Gesellschaft zum Überleben kämpfte.

1934 erhielt Kuteli den Titel „Doktor der Wirtschaftswissenschaft in Bukarest und 1942 kehrte er nach Albanien zurück. Am Anfang hat er als Wirtschaftsexperte gearbeitet, dann  auch als Übersetzer. Doch seine literarische Karriere hat er nicht unterbrochen. Die Sagen, mit denen  er schon  als Kind ernährt war, haben Kuteli dabei geholfen, originale Werke zu schreiben.

Auch als Übersetzer hat er tiefe Spuren hinterlassen. Er hat  Werke von Turgeniev, Gogol, Gorki, Tolstoi, Pablo Neruda ins Albanische übersetzt.

Mitrush Kuteli lebte unter zwei Systemen in Albanien, mit denen er sich nicht abfand: in der Monarchie und im kommunistischen System von Hoxha. In den beiden Systemen wurde er als  Mann der Kultur und des freien Wortes bestraft.

Trotzdem wurde sein Gesamtwerk 1990 veröffentlicht.

Zu den bekannten Büchern von Kuteli gehören „Angriff und Tränen“ und „albanische Erde“, „Wenn ich im fremden Lande sterbe“.

Kuteli hat auch  einige sehr interessante Erzählungen geschrieben und dazu gehören „ Die März-Nacht – Ruhe vor dem Sturm“, „Erinnerungen“ und viele andere.

Diese Erzählungen zeichnen sich durch einen feinen Humor und die peitschende  Satire aus. Den Stoff hat er aus dem Leben einfacher Menschen genommen.

Mitrush Kuteli hat auch Kritiken über andere Bücher geschrieben, wie über das Werk von Lasgush Poradeci oder  „Literarische Notizen“. Er hat auch zwei wichtige literarische Studienarbeiten geschrieben: eine über  das  Werk von Lasgush Poradeci und die andere über das  Werk von Fan Noli.

Mitrush Kuteli wird als Begründer  der modernen albanischen Proza und als Autor der modernen albanischen Literatur bezeichnet, doch er hat die albanische Folklore nie vernachlässigt, welche er als Quelle für seine Werke nannte. So hat er einen Band mit dem Titel „Lieder aus der alten Stadt“ und „alte albanische Sagen und Erzählungen“ geschrieben.

Mitrush Kuteli starb  am 4. Mai 1967, doch nur 40 Jahre danach wurde sein Werk richtig  eingeschätzt und er  hat  im September 2002 den Ehrentitel „Grosser Arbeitsmeister“ vom Staatspräsidenten erhalten.

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