Wirtschaftliche Projekte im touristischen Betreich

Wie wir schon berichtet haben, hat in Albanien die neue touristische Saison begonnen. Der Tourismus gehört zu den Prioritäten der albanischen Regierung. Er wird zum Motor der Wirtschaftsentwicklung des  Landes. Die Investitionen in der touristischen Infrastruktur sind von besonderer Bedeutung für die Weiterentwicklung der touristischen Gebiete. Denn allein die sauberen Strände reichen nicht aus, um gute Urlaubsmöglichkeiten anzubieten. Dafür  ist eine nationale Infrastruktur erforderlich, vor allem die Straßeninfrastruktur, die die  Bade- und Urlaubsorte verbindet. In Zusammenarbeit mit dem Innenministerium haben wir neue, konkrete Maßnahmen  ergriffen, um den Verkehr für die Touristen zu erleichtern – erklärte der albanische Minister für Infrastruktur und Energiewirtschaft, Damian Gjiknuri.

Wir sind uns dessen bewusst, dass die Straßeninfrastruktur noch Schwierigkeiten hat. Wir haben die schwierigen Orte festgestellt und gemeinsam mit dem Innenministerium bemühen wir uns, den Verkehr besser zu regeln. Die schweren LKWs werden von Freitag bis Sonntag auf diesen Straßen verboten – erklärte Herr Gjiknuri. Darüber hinaus haben wir einige Projekte realisiert, die die Strom- und Trinkwasserversorgung für die  Urlaubsorte rund um die Uhr garantieren. Ein ähnliches Projekt wurde in Orikum bei Vlora realisiert, während in Himara dafür gearbeitet wird, eine neue Stromversorgungsanlage zu bauen.

Parallel dazu werden einige Projekte für die  Pflege der Strände realisiert. Orikum und Vlora haben  nun  die neuen Kläranlagen, so dass es kein schmutziges Wasser mehr in die Meere fließt.

In der südwestalbanischen Stadt Vlora fand eine Zeremonie  für die Eröffnung der neuen touristischen Saison statt. Daran hat auch der Regierungschef, Edi Rama teilgenommen, der unter anderem versprochen hat, dass der Flughafen in Vlora bis 2020 fertig gebaut werden soll. Das ist eine  Investition mit einem Wert von ca. 100 Mio. Euro. Der Flughafen in Vlora  wird ein neues Eingangstor sein, vor allem für Südalbanien und wird  nicht nur den Einwohnern  in Südalbanien, sondern auch den Touristen dienen. Unser Land bereitet sich darauf vor, in 5 Jahren bis 10 Mio. Touristen zu empfangen.

Wir haben ein klares Programm für die Entwicklung des Tourismus. Haben wir im letzten Jahr bis 5 Mio. Touristen empfangen. In diesem Jahr erwarten wir um 15 Prozent mehr Touristen als im letzten  Jahr – erklärte der albanische Ministerpräsident, Rama in Vlora.

Die albanische Regierung hat bereits vor einem Jahr einige Erleichterungsmaßnahmen für  die touristischen Unternehmen ergriffen: die Mehrwertsteuer ist von 20 auf 6 Prozent gesunken. Weitere gesetzliche Erleichterungen gibt auch im Bereich von Hotelbau, um die Kapazitäten zu vergrößern. Wer in Albanien  Hotels mit 4 oder 5 Sternen baut, wird für einige Jahre  von einigen Steuern ausgeschlossen – so heißt es in einem jungen Bericht der albanischen Regierung.

Das Ministerium für  Tourismus und Umweltschutz und das Kulturministerium arbeiten  für die Harmonisierung der Interessen der Touristen zusammen: es gibt  konkrete Projekte für diejenigen, die Urlaub am Strand machen möchten und diejenigen, die gern auch die  historischen und kulturellen Stätten besuchen möchten.

Wir haben einen klaren Kalender für den abenteuerlichen Tourismus auf dem ganzen Territorium, von Theth im Norden bis  nach Gjirokastra im Süden – erklärte die Kulturministerin, Mirela Kumbaro. Für dieses Jahr haben wir vier neue Museen eröffnet. Interessant für die Besucher sind das  Museum über die mittelalterliche Kunst in Korça oder das „Blätter-Haus“ in Tirana, ein Museum über die  Tätigkeit der  Staatssicherheit in der kommunistischen Zeit – erklärte Frau Kumbaro.

Einige Straßen, die zu den  historischen, archäologischen Stätten und Badeorten, wie Apolonia, Jala, Velipoja usw. sind  ausgebaut und neu asphaltiert worden, um den Verkehr der Urlauber zu erleichtern.