Çesk Zadeja – eine Persönlichkeit der albanischen Musik

Çesk Zadeja wurde am 8. Juni 1927 in der nordwestalbanischen Stadt Shkodra geboren, wo er auch die Volksschule besuchte. Er besuchte die Franziskaner-Schule, wo er  neben dem normalen Unterricht auch einen musikalischen Unterricht erhielt. Er war Mitglied der Chor-Gruppe der Franziskaner-Kirche in  Shkodra. Mit 14 Jahren verließ er  seine Heimat und begann in der Musikakademie Santa Cecilia in Rom zu studieren.

Nach dem Studium kehrte Zadeja  nach Albanien zurück und begann als Leiter der Musikabteilung  in Radio Shkodra. Zwei Jahre später, also zwischen 1949 und 1951 musste er seinen Wehrdienst machen. Er wurde nach Tirana  als Dirigent des Kunstensembles der albanischen Armee geschickt. Für sein Talent wurde er  ausgewählt,  im Musikkonservatorium „Tschaikowski“ in Moskau zu studieren, wo er  seine Begabung demonstrierte.

Nach dem Studium kehrte er  wieder nach Tirana zurück. 1957 bis 1962 war er Musikleiter im  Staatsensemble für Volkslieder und Volkstänze. Çesk Zadeja entfaltete in dieser Zeit eine rege musikalische Tätigkeit nicht nur  mit dem Staatsensemble, sondern auch in der Kunstakademie.

Im Jahr 1962 bis zum Jahr 1966 war er Kunstleiter im Opern- und Balletttheater in der Hauptstadt. Danach hat er 6 Jahre in der Kunstakademie in Tirana gearbeitet und dann kehrte er zwischen 1973 und 1979 wieder in das Opern- und Balletttheater  als Kunstleiter zurück.

Seit 1979 bis zum Ende seines Lebens war er freiberuflicher Komponist. Er hat zahlreiche Sinfoniewerke, aber auch interessante Lieder  komponiert, mit denen er  auf  nationalen Liederfestivals in Radio Tirana einige Preise gewonnen hat.

Çesk Zadeja hat auch  Volkslieder aus verschiedenen Regionen des Landes  bearbeitet.

Zu seinen bekannten Werken gehören: Die Suite aus dem Norden, die Chor-Suite, ein Sinfoniestück,  ein Gesangspoem oder die Rhapsodie für Geige.

Çesk Zadeja hat uns nicht nur  schöne Werke hinterlassen. Er hat auch für die Ausbildung junger Künstler einen  großen Beitrag geleistet. Oft diente er als Referenzpunkt für junge Komponisten.