Antworten auf Hörerfragen

Wir haben auch in dieser Woche reiche Post mit interessanten Fragen erhalten.

Unser Stammhörer und Freund, Dieter Feltes aus Pyrbaum schreibt uns in einer E-Mail unter anderem:

Lieber Astrit!

Ich habe mir wieder einmal die Internetseite angesehen und finde sie sehr informativ und übersichtlich. Schön wäre es, so ist meine Meinung, dass auch Berichte über die deutsche Abteilung festgehalten werden. Was gibt es Neues.
Albanien hat sich auch für die WM in Russland qualifiziert. Ich hoffe, dass diese Mannschaft auch in die nächste Gruppe kommt. Sind die Albaner von der WM begeistert und sehen sie sich im Fernsehen die Spiele an? Ich werde versuchen mir einige Spiele ansehen- schreibt uns Dieter. Hier unsere Antwort

Lieber Dieter,

ich freue mich, wenn ich höre und lese, dass  unsere Internetseite  Ihnen gut gefällt.  Die Schaffung einer  Internetseite war mein Wunsch und mein Ziel und ich arbeite leidenschaftlich dafür. Auch die anderen Kollegen sind dafür begeistert und arbeiten fleißig.

Für jede Sprache gibt es eine eigene Seite und unsere Seite hat einige Kategorien, wie Nachrichten, Hörerpost, EU-Integration und Tourismus, Wirtschaft, Geschichte, Porträt, Kultur und Sport. Und wir bemühen uns, alle Beiträge, je nach den einzelnen Sendereihen hier zu platzieren. So habe ich am Donnerstag neben den  Nachrichten auch Informationen über  die albanische Eisenbahn, im Rahmen der Sendereihe „Wirtschaftliche Realitäten“, und  über  die albanische Insel Sazani, im Rahmen der Sendereihe „Wissenswertens über Albanien“, platziert. Heute können Sie  auf unserer Internetseite neben den  Nachrichten auch die Antwort Ihrer Fragen auf der Spalte „Hörerpost“ lesen.

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Wie Sie ja wissen, hat am Donnerstagnachmittag  die Fußballweltmeisterschaft „Russland 2018“ begonnen, ein Sportfest  für viele Menschen in der Welt und natürlich auch für viele Albaner.

Die albanische Nationalmannschaft wurde für die WM in Russland leider nicht qualifiziert. Wir waren in einer starken Gruppe mit Italien und  Spanien. Den größten Erfolg erzielte die albanische Mannschaft vor zwei Jahren. Zum ersten Mal hat die albanische Nationalmannschaft an einer  Europäischen Meisterschaft teilgenommen.

Trotzdem sehen die Albaner die WM in Russland gern. Radio Tirana und das öffentlich-rechtliche albanische Fernsehen, RTSH  senden alle Spiele live. Auf dem Skanderbeg-Platz in Tirana wurde eine Fan-Zone errichtet, wo die Spiele  von vielen Einwohnern der Hauptstadt verfolgt werden können.

In diesem Sinne  wünsche ich der deutschen Nationalmannschaft viel Erfolg!

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Unser Freund und Stammhörer, Siegbert Gerhard, schreibt uns in einer E-Mail unter anderem:

Hallo Astrit,

danke für die kurze Vorstellung Deiner neuen Mitarbeiterin im letzten Hörerbriefkasten.

Den folgenden Artikel habe ich auf der HP der ADFG gefunden:

Bereits in den 1950er Jahren ging das Auslandsprogramm von Radio Tirana auf Sendung, damals noch in 22 Sprachen. Heute sind es nur noch sieben.

Anfang 2017 konnte man Radio Tirana noch auf Kurwelle hören. Diese Ausstrahlung fiel aber Februar vermutlich wegen einen Defekt aus. Statt es zu reparieren verkündetet rtsh (=Radio Televizioni Shqiptar) Mitte März gewiss nicht überraschend die endgültige Abschaltung der Sendeanlagen nahe Shijak in Cërrik (Kurzwelle) und Fllaka (Mittelwelle). Der Mittelwellensender wurde dann in Juni eingestellt. Gesendt wurde bis zu diesem Zeitpunkt mit neuster Technik, die erst 2004 installiert bzw. gebaut wurde – von einem chinesischen Konzern wohlbemerkt: Diese Einrichtung der zwei in China angefertigte Sender mit einer Leistung von jeweils 100 kW war mit einer Vereinbarung verbunden, dass die Chinesen die Kurzwellenstation in Cërrik bis 2019 mit benutzen konnten.

Offenbar stand nichts über die Wartung der Anlagen im Vertrag. Das ist eben nicht geschehen. Um die Wortwahl eines verärgerten Kenners der Materie hier wiederzugeben: Radio Tirana habe es geschafft, den neue Sender innerhalb eines Jahrzehnts zu Schrott zu fahren. Die Antennen verfielen zusehends; die Rede war zuletzt von herabhängenden Drähten und Kupferdiebstahl. Dadurch konnte in der letzten Phase nur noch ein schwaches Sendesignal erzeugt werden.

Das Radio Tirana überhaupt noch ein Auslandsprogramm ausstrahlte – und dass auch noch auf Deutsch – ist unter anderem der regen Beteiligung der nach wie vor starken (aber durchaus alternden) Kurzwellensenderhörerschaft nicht nur in Deutschland, deren Hobby es ist, Kurzwellensender anzuschreiben und Empfangsbestätigungen, sogenannte QSL-Karten, zu sammeln. In München beheimatet ist zudem ein Radio Tirana Hörerklub, der sich für die Fortführung des deutschsprachigen Programms engagiert. Mangels Hörerrückmeldungen ist für einige Sprachregionen gar nicht sicher, ob überhaupt jemand das Programm hört.

Hast Du dazu auch noch ein paar Informationen, es ist so schade um Shijak, war so prima zu hören, Zitatende.

Hier  meine Antwort.

Lieber Siegbert, 

der von Dir abgeschriebene und von mir gelesene Beitrag aus dem Albanischen Heft spricht nicht die ganze Wahrheit.

  1. Der Vertrag zwischen dem albanischen Hörfunk- und TV-Sender, RTSH mit  Radio China International hat uns nicht geschadet. Radio Tirana International hat über Shijak gesendet.. Die Chinesen haben doch die Anlage in Cerrik im Einklang mit dem bilateralen Vertrag gewartet. Das Problem ist, dass sich die Technologie der Kommunikation sehr schnell  Auch die Chinesen haben  kein Interesse mehr für die Kurzwellen.
  2. Die Sendeanlagen von Radio Tirana waren alt bis sehr alt. Für unseren Sender waren sie sehr teuer und sie konnten keine Qualität garantieren. Radio Tirana und  das öffentlich-rechtliche Fernsehen haben den Sender  Unser Haus hat dafür ca. 50 Mio. Euro investiert. Wir haben heute 5 Hörfunkprogramme und 11 TV-Programme, ganz zu  schweigen von den lokalen Sendern in Korca, Shkodra, Gjirokastra und Kukes. Die Qualität heute ist nicht mehr zu vergleichen.
  3. Die Kurzwellen sind gut für die Hobby-Hörer, doch  sie garantieren keine Qualität und sind launig. Das wissen Sie besser als ich. Wir dürfen  aber nicht immer nostalgisch bleiben, wenn es um die schnelle Information in bester Qualität geht. Das haben wir heute, zum Glück erreicht.
  4. Radio Tirana International ist nicht gefährdet. Wir arbeiten nach einem parlamentarischen Gesetz und nur das Parlament kann  über unsere Zukunft entscheiden, nicht  das Generaldirektorium und nicht der Leitungsrat von RTSH. Diese Frage hat man nie gestellt. In unseren Diskussionen wurde die Frage nur  so gestellt, wie wir die Qualität verbessern, mehr Hörer erreichen und  die  Kosten sinken. Dass die Programme einiger  Sprachen wenig gehört wurden, war dies mit dem schlechten Empfang in verschiedenen Regionen der Welt. Eine Umfrage von Januar zeigte uns, dass wir keine Hörer verloren haben. Umgekehrt: wir haben neue Hörer durch  die Internet-Ausstrahlung gewonnen.
  5. Durch die Internetseite kann man die Informationen auch schriftlich erhalten. Über die Kurzwelle hatten wir unser Programm, zum Beispiel nur zweimal in 24 Stunden ausgestrahlt. Heute kann man via Internet 7mal hören.
  6. Es gibt ein Programm für Mobiltelefone, wo man überall und in jeder Zeit die  fremdsprachigen Programme von Radio Tirana hören kann, wenn man RTSH TANI herunter lädt. Das ist eine tolle Sache.
  7. Für die Kurzwellen-Freunde haben wir von Christian Milling eine Möglichkeit bekommen und ich bin Christian dafür sehr dankbar, dass das deutsche Programm von Radio Tirana auch auf der  Kurzwellenfrequenz 3985 kHz ausgestrahlt wird.