Mitglieder des Europäischen Parlaments fordern die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen für Albanien und Mazedonien in einen Brief an den Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk

Die Mitglieder des  Europäischen Parlaments, Reporter und Delegationsleiter  für die Beziehungen  mit den 6 Westbalkanstaaten forderten von den  Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten, die Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Mazedonien  zu eröffnen.

Sie haben einen Brief an den Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk geschrieben, in dem es unter anderem heißt: „Wir fordern von den  Staats- und Regierungschefs der EU-Länder, sich für einen entscheidenden Schritt im Rahmen der EU-Erweiterungspolitik zu  einigen, wenn sie sich für den Europäischen Rat am 28. und 29. Juni treffen. Es ist die Zeit für eine mutige Entscheidung gekommen, die  den Weg der erfolgreichen Integration der  6  Länder und 18 Mio. Einwohner auf dem Westbalkan  ebnet.

Eine junge Generation von Albanern, Bosniern, Kosovaren, Mazedoniern, Montenegrinern und Serben wuchs mit einer  düsteren Perspektive der  bilateralen Meinungsverschiedenheiten, mit bitteren Erinnerungen  der Kriege und mit den schadenfrohen Versionen, dem Missbrauch der Geschichte auf. … Mit dem guten Willen, der erforderlichen Entschlossenheit und mit klaren politischen Auffassungen kann diese  furchterregende Perspektive sehr schnell der Vergangenheit zugehören… Deshalb  rufen wir die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder auf, diese Möglichkeit zu fassen, die einmal kommt. Die Völker des Westbalkans brauchen ein klares Signal, dass die EU ihre Anstrengungen unterstützen wird, um moderne Staaten, starke und selbständige Institutionen,  eine nachhaltige Wirtschaft und  eine solide Gesellschaft aufzubauen. Einige regionale und globale Mächte haben politische und finanzielle  Interessen, die europäischen Ambitionen der sechs Partner aus dem Westbalkan zu bremsen. Das darf nicht passieren. Die gegnerischen Kräfte werden nicht triumphieren.

Die Zukunft des Westbalkans ist in der EU, im Rechtsstaat, in der  liberalen Demokratie, in der  sozialen Gerechtigkeit und  in der   innovativen Stärke einer offenen Gesellschaft. Die umfassenden und ehrgeizigen Verhandlungen auf dem Beitrittsweg sind die  stärkste, möglichste Garantie für die Bürgerinnen und Bürger der  sechs Länder, damit sie in einer nicht entfernten Zukunft diese Vorteile genießen. Europa darf sie nicht enttäuschen – heißt es  im Brief der  Vertreter des europäischen Parlaments an den Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk.

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