Albaniens Weg zur europäischen Integration

Nach der Entscheidung des Europäischen Rates für die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen mit Albanien und  Mazedonien im Juni 2019 hat die albanische Regierung die Vorbereitungsphase begonnen.

Wir  dürfen keine Zeit verlieren – erklärte der EU-Erweiterungskommissar, Johannes Hahn, während der albanische Europa- und  Außenminister, Ditmir Bushati dieser Tage erklärt hat, dass  die Zeit bis zum kommenden Juni ausreicht,  alle Vorbereitungsaufgaben zu erfüllen.

Am 9. und 10.  Juli findet in London der  Gipfel der Westbalkanstaaten mit der EU, im Rahmen des Berliner Prozesses statt. Die höchsten Vertreter der  Westbalkanländer und der EU diskutieren über  regionale Projekte und die europäische Perspektive  dieser Länder. Der albanische Europa- und Außenminister, Ditmir Bushati erklärte in London, dass die Fragen der Sicherheit eine wesentliche Bedingung für die erfolgreiche Lösung  gemeinsamer Herausforderungen sind. Unsere Länder haben in den letzten Jahren außergewöhnliche Erfolge erzielt, sowohl beim Erhalt des Friedens, als auch für die Stabilität und die regionale Zusammenarbeit. Alle diese  Errungenschaften sind der  gemeinsamen europäischen Perspektive zu verdanken – erklärte der albanische Diplomatiechef, Bushati in London.

Auch der albanische  Innenminister, Fatmir Xhafaj, hat  auf dem Londoner Gipfel über die Notwendigkeit der  regionalen und internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität gesprochen. Er hat sogar  seinen  Vorschlag über  die Gründung eines  regionalen Zentrums für die Zusammenarbeit der Polizei wiederholt. Der  Kampf gegen organisierte Kriminalität kennt keine  Grenzen. Nur durch die Zusammenarbeit können wir  den Verbrechergruppen Schläge versetzen – erklärte der albanische Innenminister Xhafaj.

Die  höchsten Vertreter der Mitgliedsländer der EU haben  auf dem Gipfel Ende Juni die bisherigen  Resultate Albaniens anerkannt und forderten  zugleich die Fortsetzung der Justizreform und des Kampfes gegen  organisierte Kriminalität und  Korruption.

Die Justizreform und  der Vetting-Prozess, die in Albanien angewandt werden, zielen darauf ab,  das Justizsystem von den korrumpierten Richtern und Staatsanwälten zu säubern, ein Justizsystem nach dem  EU-Modell zu schaffen. Auch dies ist Bestandteil der Aufgaben der albanischen Einrichtungen im Vorbereitungsprozess der Beitrittsverhandlungen.

Albanien ist entschlossen, den  EU-Integrationsweg zu verfolgen, der als der beste Weg für die schnelle Wirtschaftsentwicklung und die Festigung des Rechtsstaates und der demokratischen Einrichtungen betrachtet wird.

Hiermit gibt es in Albanien einen Vorteil: über 90 Prozent der Albaner unterstützen alle  Integrationsreformen, die den Beitrittsprozess unseres Landes beschleunigen.

Share this...
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter