Enge albanisch-deutsche Zusammenarbeit in allen Lebensbereichen

 

Liebe Hörerinnen und liebe Hörer,

liebe Leserinnen und Leser

wir haben auch in dieser Woche neue Post mit einigen interessanten Fragen erhalten. Unser  Freund und Stammhörer aus Pyrbaum, Dieter Feltes, schreibt uns diesmal, dass er  mit Interesse die Informationen über die albanisch-deutsche Zusammenarbeit verfolgt.

Wie wir bereits erwähnt haben, entwickeln sich zwischen  Albanien und der  Bundesrepublik Deutschland sehr enge  Beziehungen der allseitigen Zusammenarbeit.

In letzter Zeit sind einige deutsche Delegationen nach Albanien gekommen. Gestern war der Präsident der deutschen Bundespolizei in Tirana, der  mit albanischen Vertretern über die weitere Stärkung  der Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit und der Ordnung gesprochen hat.

Albanien und Deutschland haben vor kurzem ein Jubiläum  der bilateralen Zusammenarbeit gefeiert: 30 Jahre  Entwicklungszusammenarbeit. Vor 30 Jahren, im Juni und im Oktober 1988 – nur wenige Monate nach der Wiederaufnahme unserer diplomatischen Beziehungen – unterzeichneten die Vertreter unserer beiden Länder  das Abkommen „über die Entwicklung der  wirtschaftlichen, industriellen und technischen Zusammenarbeit“ und „Über die Technische Zusammenarbeit“. Sie legten damit den Grundstein für die bis heute enge und vertrauensvolle deutsch-albanische Zusammenarbeit, die Deutschland mit über 1 Mrd. Euro in dreißig Jahren zum größten bilateralen Geber Albaniens  gemacht hat.

Albanien ist heute ein sich rasch wandelndes Land in Europa mit einer jungen, dynamischen Bevölkerung und ein Stabilitätsfaktor für die Region des Westbalkans und darüber hinaus. Deutschland hat zu dieser Entwicklung mit finanziellen Mitteln, vor allem aber  auch mit deutschem Know-How beigetragen.  Deutschland hat  Albanien in Schlüsselbereichen geholfen, wie  z.B. beim Aufbau einer modernen und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft, bei  der Bereitstellung von sauberem  Trinkwasser, beim Bau von Stromübertragungsleitungen zur Vernetzung Albaniens mit seinen Nachbarn, bei  der Tourismusentwicklung in Nord- und Südalbanien oder mit Investitionen in eine praxisnahe duale Berufsbildung. Bei all dem geht es  uns vor allem darum zu helfen, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern, um ihnen hier in ihrer albanischen Heimat eine Perspektive zu geben und Albanien fit zu machen für die Integration in die Europäische Union – erklärte die deutsche Botschafterin in Tirana, Susanne Schütz.

Auf diesem Weg in die Europäische Union hat Albanien schon  Beachtliches erreicht. Dennoch  bleibt noch Einiges zu tun, damit die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union einer Eröffnung der Beitrittsgespräche im kommenden Jahr geschlossen zustimmen werden. Klare Priorität vor allem für die Menschen in Albanien, aber auch für ausländische Investoren hat dabei die Schaffung von verlässlichen rechtlichen Rahmenbedingungen, Rechtssicherheit und institutionelle Verlässlichkeit frei von Vetternwirtschaft und Korruption.

Der deutsche Außenminister, Heiko Maas, bestätigte bei seinem kürzlichen Besuch hier in Tirana, dass Deutschland weiterhin für eine verlässliche EU-Perspektive Albaniens eintritt und Ihr Land beim Aufbau von Rechtsstaatlichkeit, aber auch in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit weiter unterstützen wird. So werden wir im November dieses Jahres mit der albanischen Regierung weitere Projekte vereinbaren, für die die Bundesregierung erneut eine Rekordsumme bereitstellen wird.

In den letzten Wochen sind  weitere deutsche Delegationen nach Tirana gekommen: der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Mayer, der Vizepräsident von BKA Henzler und gestern auch der Präsident der deutschen Bundespolizei, Romann, der von dem albanischen Innenminister, Fatmir Xhafaj empfangen wurde und auf einer  gemeinsamen Pressekonferenz unter anderem erklärte, dass  Deutschland  einstrategisch wichtiger Partner für uns ist.

Die Austauschintensität auf  hoher Ebene ist ein bedeutungsvolles Zeichen des gegenseitigen Vertrauens zwischen  unseren beiden Seiten und der  ausgezeichneten Beziehungen, die wir mit der  deutschen Bundespolizei hergestellt haben. Und ich werde nicht übertreiben, wenn ich sage, dass diese Beziehungen das Modell darstellen,  welche wir auch mit anderen Ländern haben möchten – erklärte Herr Xhafaj.

Der  Präsident der  deutschen Bundespolizei, Dr. Romann hat der albanischen Grenzschutzpolizei 20 Fahrzeuge  überreicht, eine Hilfe der   deutschen Bundespolizei für Albanien.

In Deutschland arbeiten albanische und deutsche  Polizeiexperten bei einer  Operation „Antifalken“ gegen die Hausdiebe zusammen.

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