Regierungsversammlung über die Situation nach dem Erdbeben in Albanien

Die albanische Regierung versammelte sich  um 23 Uhr 40, um die Situation  zu besprechen. Der Regierungschef, Edi Rama brach seine Reise nach New York ab, wo er an der Herbsttagung der UN-Vollversammlung teilnehmen sollte und kehrte  von Frankfurt nach Tirana zurück.

Nach einer kurzen  Rede des Ministerpräsidenten, der  das medizinische Personal und  die Gesundheitsministerin für die gute Arbeit lobte, haben die Minister einer nach dem anderen über die  Situation bis 23 Uhr:

Olta Xhaka, die Verteidigungsministerin, die  zuständig auch für die innere Sicherheit ist, erklärte unter anderem:

..Die Panik verletzte mehr Menschen als das Erdbeben selbst. Bis  jetzt  gab es mehr als 100 Erdbeben. Auch während der Kabinettssitzung gab es ein Erdbeben mit Magnitude  4,5.

Tirana und Durres  sind am schwersten betroffen:

Im Kreis Tirana gibt es  293 beschädigte Häuser und 20 Mehrfamilienhäuser

In Durres sind 185 Häuser und 5 Mehrfamilienhäuser,

in Elbasan – 24 Häuser und  3 Mehrfamilienhäuser, sowie eine  Hängebrücke,

In Kuova im Kreis Berat gibt es ein beschädigtes Haus,

in der  ostalbanischen Region Dibra sind 14  Häuser, in Fier 4,

In Lezha gibt es 38 beschädigte Häuser,

in Vlora nur ein Haus.

Der Vertreter des Bildungsministeriums sprach von  4 Mittelschulen und 7 Neunjahrschulen, die  beschädigt worden sind. Darüber hinaus gibt es  noch 13  Gebäude der Universitäten, die leicht beschädigt worden sind. Morgen werden Experten entscheiden, ob es in diesen Schulen am Montag  Unterricht geben wird.

 

Der Innenminister sprach von der erhöhten Bereitschaft der Polizei. Es sind 2200 Polizeibeamten und 400 Feuerwehr-Männer in Bereitschaft. Das Innenministerium hat 8 Stellen errichtet, die den betroffenen Familien und Personen helfen können.

Die Gesundheitsministerin sprach von 105 Personen, die in den Krankenhäusern in Tirana und  Durres die erste Hilfe bekommen haben. Im Krankenhaus  bleiben noch für weitere Untersuchungen noch 12 Personen (7 in Tirana) und 5 in Durres. 120 Ärzte und Pflegepersonal sind einsatzbereit rund um die Uhr.

In der Infrastruktur  gibt es keine Sachschaden,  auch in den landwirtschaftlichen Werken, wie Wasserreservoire nicht.

Im Kulturbereich  wurden Risse bei 8 Gebäuden.

Zum Schluss  erklärte der Ministerpräsident, dass es morgen  eine gemeinsame Versammlung mit  sozialistischen Abgeordneten und Vertretern der Kommunalverwaltung (um 11 Uhr) gibt.

Auch wenn  die Sachschaden  im Allgemeinen nicht so groß sind, sind  sie für jede einzelne  betroffene Familie sehr groß.

Nach der  ausführlichen Kontrolle werden wir entscheiden, ob wir  die  Sachschäden durch  Mittel des Staatshaushaltes  reparieren werden, oder ob wir  weitere Hilfen suchen werden.

Solidarität und Hilfsbereitschaft gab es  schon am Samstagnachmittag aus Italien, Frankreich, Österreich und  aus dem Kosovo erklärte Rama.

 

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