Eine 35 km lange Stau an der albanisch-griechischen Grenze, weil die griechische Seite alle Reisenden an der Grenze testen möchte

35 km lange Stau an der albanisch-griechischen Grenze Kakavija. Die Lage ist für  viele albanische Familien unerträglich. Der Grund dafür ist mit neuen Bedingungen, die  die griechische Seite für die Einreisenden gestellt hat.

Die griechische Regierung hat mitgeteilt, dass  sie die Einreise der Albaner nach Griechenland bis zum 31. August  weiterhin begrenzen wird.

Wie die griechische Botschaft in Tirana mitteilt, sind von diesem  Beschluss  der griechischen Regierung vom 13. August 2020 nur  jene Personen ausgeschlossen, die einen griechischen  Reisepass, eine spezielle Identitätskarte, eine Aufenthaltsgenehmigung bzw. einen Wohnort in Griechenland besitzen.

Darüber hinaus gibt es noch eine Entscheidung der griechischen Seite, nämlich dass die beiden Grenzübergänge in Kakavija und Kapshtica nur  zwischen 07 Uhr und 22 Uhr arbeiten dürfen. In Kakavija passieren täglich nur 750 Personen, in Kapshtina nur 300.

Eine  andere  Bedingung  der griechischen Seite verbindet sich mit dem 16. August: Wer am 16. August, um 01 Uhr in Griechenland  kommt, muss eine 7-tägige Quarantäne machen. Und wer die Quarantäne bricht, muss eine  Geldstrafe von 5000 Euro zahlen. Bis zum 16. August müssen alle  Einreisenden eine Testung an der  griechischen Grenze machen. Die Durchführung der Testungen auf der griechischen Seite mit einem begrenzten Personal hat das Passieren der Reisenden   stark verlangsamt. Viele Familien müssen  im Auto in einer Zeit, in der  in dieser Region 36 bis 38 Grad Celsius gemessen werden.

All dies hat dazu geführt, dass viele albanische Familien, die in Urlaub in Albanien waren und in Griechenland  wohnen bzw. arbeiten,  wollen so schnell wie möglich Albanien  verlassen, um allen diesen Penalitäten zu entgehen.

An der  albanischen Seite des Grenzübergangs in Kakavija bei  der Museumsstadt Gjirokastra gibt es zahlreiche Familien, sogar mit kleinen Kindern, die auf der Straße übernachtet haben.

Diese Situation hat die albanischen Behörden alarmiert und sie  bemühen sich, mit der griechischen Seite eine Lösung zu finden. Die  albanische Grenzschutzpolizei verhandelt mit den griechischen Kollegen, während die albanische Verteidigungsministerin Gjirokastra und  den Grenzübergang Kakavija besucht hat.

 

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