Albaniens Weg zur europäischen Integration

Die  EU-Integration ist nach wie vor  eine Priorität  der albanischen Politik und der albanischen Staatseinrichtungen. Dies wurde auch dieser Tage hervorgehoben, als die Europäische Kommission  die neue Strategie über die Perspektive der Westbalkanländer bekannt machte. Das war auch das  Hauptthema der Kommentare, der politischen Reaktionen und Informationen in unserem Land. Denn Albanien erwartet, in diesem Frühling  die Einladung für die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen mit der EU zu erhalten.

Der Präsident der  Europäischen Kommission, Jean Claude-Juncker erklärte  bei dieser Gelegenheit, dass die Investition für die  Stabilität und die Prosperität des Westbalkans eine Investition für die Sicherheit und die Zukunft unserer Union sei Mit einem starken politischen Willen,  realen und nachhaltigen Reformen und  mit einer endgültigen Lösung der Probleme mit den Nachbarn können die Westbalkanstaaten auf  ihrem europäischen Weg voranschreiten. All dies hängt von ihren objektiven Verdiensten ab. Die  Europäische  Kommission ist streng  und gerecht dafür erklärte Herr Juncker, dier zugleich betont hat, dass er   am Ende Februar eine  Rundreise durch die Westbalkanstaaten durchführt, mit einer  klaren Empfehlung, dass diese Länder die Reformen  fortsetzen sollen und wir unterstützen euch bei ihrer europäischen  Zukunft   erklärte der Präsident Juncker.

Die EU-Beauftragte für Außenpolitik und Sicherheit, Frau Mogherini, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass der Westbalkan Bestandteil Europas ist: wir teilen die gleiche Geschichte, die gleiche Geographie, die gleiche Kulturerbschaft und  wir haben die gleichen Möglichkeiten und Herausforderungen heute und in der Zukunft Diese Strategie zeigt den Weg vor uns. Alle sechs  Partner aus dem Westbalkan sollen ein für allemal  die Vergangenheit überwinden und wir alle sollen  gemeinsam den EU-Integrationsprozess des Westbalkans unumkehrbar machen, um  den Kontinent  wieder zu vereinen. Diese Strategie garantiert eine klare, gemeinsame, glaubhafte und  konkrete  Perspektive, ohne Äquivoke, für die EU Integration jedes einzelnen  Westbalkanlandes, erklärte Frau Mogherini.

Der EU-Erweiterungskommissar, Johannes Hahn erklärte seinerseits, dass  das EU-Tor für den Westbalkan offen ist. Unser Angebot ist aufrichtig. Der Erweiterungsprozess verlangt  glaubhafte Reformen, insbesondere bei der  Anwendung der Gesetze.

Die Europäische Kommission  hat  die Lage in jedem einzelnen Land bewertet. Im Dokument über die neue Strategie der Europäischen Kommission heißt es unter anderem, dass  Albanien und Mazedonien sichtbaren Fortschritt auf ihrem europäischen Weg gemacht haben und dass die Europäische Kommission bereit ist, die  Empfehlungen auf  die Eröffnung der  Beitrittsverhandlungen mit der EU, im Einklang mit ihren Verdiensten vorzubereiten.

Die neue Strategie wurde in Tirana begrüßt. Der albanische Regierungschef, Edi Rama, schrieb in FB: Wir begrüßen alles, was über Albanien gesagt wird. Die EU-Beitrittsverhandlungen sind näher denn je. Alles hängt von der Stärke unseres Laufes ab.

Die Botschafterin der Europäischen Kommission in Tirana, Frau Romana Vlahutin, erklärte auf einer  Pressekonferenz, direkt nach der Präsentation der  neuen EU-Strategie über die Westbalkanländer, dass Albanien alle Chancen hat, voranzuschreiten und  in den kommenden Monaten die Beitrittsverhandlungen mit der EU zu eröffnen. Das ist ein wichtiger Frühling für Albanien.

Der albanische Staatspräsident, Ilir Meta, bezeichnete die neue Strategie ein wichtiges Dokument für die Westbalkanstaaten und  appellierte an die albanischen politischen Akteure, dieses Dokument  aufmerksam zu lesen und gemeinsam für  die Erfüllung dieses großen historischen Zieles zu arbeiten.

Der albanische Europa- und Außenminister, Ditmir Bushati führte in der letzten Woche eine Rundreise durch die baltischen Staaten durch, wo er auch die Garantie erhielt, dass  sie die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen Albaniens mit der EU voll unterstützen werden.

Die albanische Regierung bemüht sich, gute Beziehungen der Zusammenarbeit mit allen Nachbarländern zu entwickeln und  Probleme der Vergangenheit mit Geduld zu lösen. Dies betrifft auch die Beziehungen zum  südlichen Nachbarland, Griechenland.  Die beiden Außenminister haben ein Dokument über die strategische Partnerschaft  vorbereitet, das wahrscheinlich bei einem Besuch des griechischen Ministerpräsidenten, Alexis Tsiprias, in Tirana unterzeichnet wird. Griechenland hat versprochen, das  Kriegsgesetz mit Albanien aus dem Jahr 1940 aufzuheben. Der  griechische Ministerpräsident, Tsipras hat vor kurzem erklärt, dass wir gute Beziehungen mit den Nachbarn wollen und dass wir  Albanien für die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen unterstützen möchten.

Albanien hat großes Interesse,  enge Beziehungen der Zusammenarbeit mit Griechenland zu entwickeln, ausgehend auch von der Tatsache, dass in Griechenland über 500 000 albanische Gastarbeiter leben und arbeiten, während es in Südalbanien eine griechische Minderheit gibt, welche als Brücken der Freundschaft und der  Zusammenarbeit betrachtet werden.

Aus Sofia kommen  positive Signale, dass Bulgarien in seiner EU-Präsidentschaft die EU-Perspektive der Westbalkanländer  im Mittelpunkt seiner  außenpolitischen Ziele gestellt hat. Bulgarien hat die  Integrationsreformen unseres Landes anerkannt und versprochen, Albanien bei der Eröffnung der Beitrittsverhandlungen zu helfen.

Die ersten  sechs Monate dieses Jahres sind entscheidend für unsere  europäische Perspektive und wir sind entschlossen, die Integrationsreformen Schritt für Schritt durchzuführen. Die EU-Integration ist der beste Weg für die schnelle Entwicklung des Landes und die Festigung der demokratischen Einrichtungen hat der albanische Regierungschef, Edi Rama, erklärt.