Ibrahim KODRA – ein weltberühmter albanischer Maler

 Ibrahim Kodra ist ein weltbekannter albanischer Maler, der für seine Errungenschaften in der Malerei und für den Humanismus seines Werkes hoch geschätzt  worden ist.

Ibrahim  Kodra  hat einige Orden und Medaillen erhalten, wie „ Die Goldmedaille der französischen Akademie“  den albanischen Orden „Ehre der Nation„.

Die Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz  bezeichnete Ibrahim Kodra anlässlich der Eröffnung  einer,seiner  Ausstellung  im Oberhessischen Museum  als künstlerischen Pionier und Leuchtturm der albanischen Kunst. Frieden und Völkerverständigung seien ihm ein wichtiges Anliegen gewesen. Besonders würdigte sie sein weltoffenes und polyglottes Denken und Handeln.

Ibrahim Kodra wurde am  22. April 1918  im Dorf Ishem im Bezirk Durres geboren. Im  Alter  von 3 Jahren hat er  seine  Mutter verloren  und  er wurde   von seinem Großvater erzogen. Der Vater war  Seemann; er liebte das Meer und  die Poesie. Ibrahim Kodra hat eine schwierige Kindheit gehabt. Bereits im frühen Alter hat er als Designer bei einem Kaufmann in der Hafenstadt Durres gearbeitet; danach studierte er an der technischen Mittelschule „Harry Fulz„ in Tirana.  Parallel dazu  besuchte er den  Lehrgang für Malerei an der ersten Zeichnungsschule unter der Leitung  des  Bildhauers  Odise Paskali, Künstler des Volkes. Sein Talent fiel  dem Direktor der Zollbehörde in Durres ins Auge auf, er  half ihm dabei, im Königshof des albanischen Königs Ahmet Zogu zu arbeiten. Hier hatte Kodra die Möglichkeit die  Königin Geraldine  persönlich kennenzulernen. Die Königin hat seine Arbeiten gesehen und  so hat  sie Ibrahim Kodra im Jahr 1938 ein Stipendium vom  albanischen Königshof   ermöglicht, in Italien Malerei zu studieren.

In Mailand studierte Ibrahim Kodra an der Akademie der schönen Kunst in Brera. Seine Lehrer  für Malerei waren Aldo Vapri und Carlo Carra, für Bildhauerkunst hingegen  Francesco Messina. Nach dem Abschluss seines Studiums,   der mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zusammentraf, hat Ibrahim Kodra an  den Kunstbewegungen „ Oltre Guernica“  bzw.  „Linea“ in Mailand aktiv teilgenommen. In der damaligen Zeit operierten in der Malerei alle Strömungen und künstlereichen Bewegungen, wobei das Verständnis über die im allgemeinen und die bildende Kunst im besonderen im Wandel waren. Es  war die Zeit vom Surrealismus, Expressionismus, Kubismus, Kubo-Futurismus sowie die Zeit der großen  Kunstgestalten wie Georges Braque, Pablo Picasso, Carra,  Giorgo de Chirico, Salvador Dali und viele mehr.

Diese Entwicklungen haben selbstverständlich auch  das Kunstschaffen von Ibrahim Kodra beeinflusst.

Die Werke von Kodra kann man in der ganzen Welt  finden. Ca. 6 000 Werke von ihm sind in verschiedenen Museen, Gallerien und Privatsammlungen zu bewundern. Sein Kunstwerk ist  Bestandteil des Weltschatzes und die albanische Nation ist sehr stolz darauf.

Dazu gehören eine Komposition aus dem Jahr 1951, „ Die Musiker“, „  Der Kampf um die Macht“, “ Der Kampf zum Frieden“ und  „Das fantastische Albanien“.  Im Jahr 1947 besuchte Paul Eluard sein Atelier und ihn als „ Der Primitiv einer neuen Zivilisation“ bezeichnete.

Im Jahr 1948 nahm Kodra  an der internationalen Friedenkonferenz teil,  wo er Pablo Picasso traf, ein Treffen, das ihn  mit   der Kunstströmung von Picasso im ganzen Leben lang verbunden hat, nicht als sein Nachfolger, sondern als eine Individualität. Mit  Weltausmaßen.  Als Picasso ein Gemälde von  Kodra  sah, erklärte er unter anderem: „Mein albanischer Freund. Es ist ein besonderes Gemälde!  Selbst Deine Unterschrift ist eine  wertvolle Zeichnung, wie   Deine Werke selbst „ – so Picasso für den weltberühmten albanischen Maler Ibrahim Kodra.

Die Werke von Kodra  zeichnen sich durch eine Originalität  aus: sie stehen zwischen Lyrismus und Geometrie. Kodra  bevorzugte die blaue Farbe, die wir  in allen seinen Nuancen und  in allen seinen Gemälden bewundern können. Ibrahim Kodra kombinierte das kubistische mit dem surrealistischen Prinzip. Trotz einer gewissen Härte und Strenge der Bilder käme durch die Farben und Formen immer auch das sinnliche Temperament des Malers zum Ausdruck – so erklärte der  Direktor  des Oberhessischen Museums, Friedhelm Häring, anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung von Ibrahim Kodra

Die Werke von Kodra  sind nicht nur im Vatikan und in der  Abgeordnetenkammer in Rom, sondern auch in Museen, Gallerien und  Privatsammlungen in Italien, in der Schweiz, in Deutschland, Belgien,  Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Japan, Russland, in den USA  und  Griechenland, in Ostereich und in vielen anderen Ländern und natürlich auch in  seiner Heimat Albanien.

Ibrahim Kodra starb am 7 Februar 2006 in Mailand in Italien, wo er 30 Jahre lang lebte und sein Kunstschaffen entfaltete.  Um seinen Wunsch  erfüllen zu können haben   seine Freunde und Vertreter des albanischen Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport seinen Leichen am 10 Februar 2006 nach Tirana gebracht. Ibrahim Kodra wurde nach seinem Vermächtnis im Heimatdorf Ishem  bei Durres beigesetzt, wo er 1918 geboren wurde. Sein  Haus in Mailand ist zum Museum geworden, wo seine Werke ausgestellt worden sind, welche von vielen Touristen und Kunstliebhabern  bewundert werden.