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Die chinesische Literaturpresse schreibt über den großen albanischen Schriftsteller, Ismail Kadare

  • 7/3/2021 3:19 PM
Die chinesische Literaturpresse schreibt über den  großen albanischen Schriftsteller, Ismail Kadare
Der China-Expert, Iljaz Spahiu (links im Bild) mit dem großen Schriftsteller, Ismail Kadare

Der  bekannte albanische  China-Experte, Iljaz Spahiu hat heute  in einer albanischen Zeitung einen langen Artikel über  die Übersetzung der  Romane des weltbekannten albanischen Schriftstellers, Ismail Kadare und  die Meinung  chinesischer Experten über  den albanischen Romanschriftsteller.

Albanien und die Volksrepublik China entwickelten in den  60-er und  bis  Mitte der 70-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts sehr enge, politische, wirtschaftliche, militärische und  kulturelle Beziehungen.  China wurde in Albanien damals als ein großer Bruder bezeichnet, Albanien war  für China ein leuchtender  Fackel in Europa.

Nach dem Bruch der politischen Ehe zwischen  Peking und Tirana im Sommer 1978 ist das  gegenseitige Interesse verloren gegangen, so dass  die junge Generation in China wenig über  den alten Freund Albanien heute weiß – so schreiben chinesische Zeitungen.

Trotz dieser engen Beziehungen war die albanische Literatur in China sehr wenig bekannt.

Erst mit  der Übersetzung der  Romane des  albanischen Schriftstellers  Ismail Kadare ist das  Interesse in den intellektuellen Kreisen gestiegen.

Das  chinesische Verlagshaus „Chongqing“ hat im Jahr 2012 drei Romane von Kadare ins Chinesische herausgegeben und genau den „General der toten Armee“, den „Zerrissenen April“ und den „Palast der Träume“..

Danach hat das Verlagshaus  Guangzhou wieder drei Romane veröffentlicht: „Chronik in Stein“ „Ein folgenschwerer Abend“ und „Doruntinas Heimkehr“.

Die chinesische Literaturkritik lobt die Romane von Kadare sehr, weil er in seinen Werken „erstaunliche, surreale Welten“ dokumentiert.. Bei den Werken von Kadare finden wir etwa, was wir bei den chinesischen Schriftstellern nicht finden – so  chinesische Zeitungen.

Wie Herr Spahiu schreibt, sind bis jetzt 15 Werke des bekannten albanischen Schriftstellers, Ismail Kadare in China übersetzt bzw. veröffentlicht.

Den ersten Kontakt mit Kadare haben chinesische Leser bereits im Jahr 1963 hergestellt, als der Roman „Der General der toten Armee“ in China  herausgegeben wurde.

„Ismail Kadare ist  ein  Schriftsteller der Weltklasse, der die narrative Tradition seit der Zeit von Homer  verfolgt“ – so schreibt die chinesische Zeitung  „Wenxuebau“. „Kadare ist der Meister der Themen der  Geschichte. Seine Werke stützen sich auf die  antike Geschichte, um die Gegenwart zu zeigen“.

In seinen Romanen „Der zerrissene April“, „Die Brücke mit drei Bogen“ oder „Die Pyramide“  spricht der Autor  über alte Ereignisse, und macht eine Anspielung mit aktuellen Ereignissen.

Wie  Iljaz Spahiu, der China-Experte und  Leiter des  albanisch-chinesischen Kulturvereines, schreibt, hat der große albanische Schriftsteller  seinen verdienten Platz in der Bibliothek  der chinesischen Leserinnen und Leser gemeinsam mit den größten und weltbekannten Schriftstellern eingenommen.

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